15 (häufige) Fehler im Umgang mit deinem Depot!

15 (häufige) Fehler im Umgang mit deinem Depot!

Kurze Zusammenfassung

Das Video behandelt 15 typische Anfängerfehler beim Investieren in ETFs. Es betont die Bedeutung von Zeit, Diversifikation und Kostenkontrolle. Vermeide Trendthemen, reinvestiere Ausschüttungen und überschätze deine Risikobereitschaft nicht. Kenne deine Wertpapiere und blende Steuern nicht aus. Ein langer Anlagehorizont ist entscheidend für den Erfolg am Aktienmarkt.

  • Lieber unperfekt starten als perfekt zögern.
  • Gesamtrendite (Wertentwicklung + Dividende) beachten.
  • Nicht zu viele ETFs besparen.
  • Kosten im Auge behalten.
  • Risikotoleranz richtig einschätzen.

Intro [0:00]

Das Video behandelt 15 typische Anfängerfehler, die beim Investieren gemacht werden können. Ziel ist es, Zuschauern zu helfen, diese Fehler zu vermeiden und erfolgreicher zu investieren.

1. Monatelang den perfekten ETF suchen [0:18]

Es ist wichtiger, frühzeitig mit dem Investieren zu beginnen, anstatt monatelang nach dem perfekten ETF zu suchen. Durch den Zinseszinseffekt wächst das Vermögen exponentiell, und ein späterer Start kann zu erheblichen Verlusten führen. Lieber unperfekt starten und bei Bedarf den ETF später wechseln, besonders in den ersten Jahren, wenn die steuerlichen Auswirkungen gering sind.

2. Mit 2% Zinsen zufrieden sein [1:21]

Tagesgeldzinsen, auch wenn sie attraktiv erscheinen, bieten oft kaum einen realen Kaufkraftgewinn nach Abzug der Inflation. Langfristig ist es sinnvoller, das Geld zu investieren, anstatt es auf einem Tagesgeldkonto liegen zu lassen, um einen echten Vermögensaufbau zu erzielen. Die Realrendite, also die Wertentwicklung nach Inflation, ist bei Tagesgeldkonten oft negativ.

3. Nur auf die Dividendenrendite schauen [2:43]

Beim Investieren sollte man nicht nur auf die Dividendenrendite achten, sondern die Gesamtrendite berücksichtigen, die sich aus Wertentwicklung und Dividenden zusammensetzt. Einige Aktien oder ETFs schütten wenig Dividende aus, haben aber eine starke Wertentwicklung, während andere hohe Dividenden ausschütten, aber kaum im Kurs wachsen. Ein Beispiel ist der Global X Super Dividend ETF, der hohe Ausschüttungen bietet, aber kaum Wertzuwachs verzeichnet.

4. Ausschüttungen nicht reinvestieren [3:40]

Ausschüttungen von ETFs oder Dividenden von Aktien sollten reinvestiert werden, um den Zinseszinseffekt optimal zu nutzen. Einige Broker bieten automatische Wiederanlagefunktionen an. Wenn Geld auf dem Tagesgeldkonto liegt, kann es keine Rendite erwirtschaften und die Versuchung, es auszugeben, ist größer.

5. Zu viele ETFs besparen [4:16]

Es reicht theoretisch ein einziger Welt-ETF für eine gute Diversifikation. Viele Anleger machen ihr Depot unnötig komplex, indem sie zu viele ETFs mit Überschneidungen kaufen. Ein Beispiel ist die Investition in den MSCI World und gleichzeitig in einen S&P 500 ETF, da der MSCI World bereits zu einem großen Teil in US-Aktien investiert ist. Ein simples Portfolio ist übersichtlicher und erfordert weniger Entscheidungen.

6. Auf Trendthemen setzen [5:09]

Investitionen in Trendthemen wie KI, Robotik oder Wasserstoff sind riskant, da man nie weiß, wann der Hype seinen Höhepunkt erreicht hat. Solche Themen-ETFs haben oft eine hohe Gewichtung auf einzelnen Werten, was zu Konzentrationsrisiken führen kann. Passives Investieren in breit diversifizierte ETFs ist langfristig sicherer.

7. Nicht auf die Kosten achten [6:23]

Kosten, insbesondere in der Finanzwelt, sind oft nicht transparent oder scheinen gering, können sich aber über die Jahre zu erheblichen Beträgen summieren. Achte auf niedrige Handelskosten und eine geringe TER (Total Expense Ratio) bei ETFs. Der Kostenunterschied zwischen teuren und günstigen ETFs kann über lange Zeiträume beträchtlich sein.

8. Wertpapiere verwechseln [7:55]

Es ist wichtig, die richtigen Wertpapiere zu kaufen und sich vorher gründlich zu informieren. Ein Beispiel ist die Verwechslung von Aktien mit ähnlichen Namen oder die versehentliche Auswahl eines ETFs, der nur bestimmte Branchen abbildet. Überprüfe die ISIN und WKN-Nummer und lies das Factsheet des ETFs, um sicherzustellen, dass er den gewünschten Inhalt hat.

9. Aktiven ETF wählen [9:42]

Aktive ETFs sind in der Regel teurer und bieten oft keine bessere Rendite als passive ETFs. Studien zeigen, dass die meisten aktiv gemanagten Fonds schlechter abschneiden als der Referenzindex.

10. Um 22 Uhr noch schnell kaufen [10:31]

Der Handel mit Wertpapieren außerhalb der Öffnungszeiten der Referenzbörsen kann teurer sein, da die Liquidität geringer ist und die Spreads höher sind. Europäische Aktien und liquide ETFs sollten während der Xetra-Öffnungszeiten (9:00 bis 17:30 Uhr) gehandelt werden, US-Aktien während der Öffnungszeiten der US-Börsen (15:30 bis 22:00 Uhr deutscher Zeit).

11. Auf den Crash warten [11:50]

Das Horten von Geld in Erwartung eines Crashs kann zu Opportunitätskosten führen, also entgangenen Gewinnen. Es ist sinnvoller, investiert zu sein, auch wenn es zwischenzeitlich zu Crashs kommt. Simulationen zeigen, dass Investitionen langfristig erfolgreicher sind als das Warten auf den perfekten Zeitpunkt.

12. Steuern komplett ausblenden [12:54]

Man sollte sich vom Thema Steuern nicht abschrecken lassen, sondern sich damit auseinandersetzen. Wichtig ist, einen Freistellungsauftrag einzurichten, um Kapitalerträge bis zu 1000 € pro Jahr steuerfrei zu beziehen. Wenn der Freistellungsauftrag vergessen wurde, sollte eine Steuererklärung abgegeben werden, um zu viel gezahlte Steuern zurückzufordern.

13. Bei jedem Trend umschichten [13:36]

Häufige Umschichtungen des Portfolios können zu Steuerzahlungen auf Kursgewinne führen und das Vermögen zunächst verringern. Umschichtungen sollten nur in Ausnahmefällen erfolgen, beispielsweise wenn man sich mit dem ETF nicht mehr wohlfühlt, das Portfolio diversifizieren möchte oder günstigere ETFs verfügbar sind.

14. Risikotoleranz überschätzen [14:31]

Die Risikobereitschaft sollte nicht in Phasen besonders hoher Börsenrenditen festgelegt werden, sondern für Phasen, in denen es schlecht läuft. Bei einem Crash von beispielsweise -40% sollte man mental vorbereitet sein. Eine zu hohe Aktienquote kann im Crash zu panikartigen Verkäufen führen, was die Vermögensentwicklung schädigt.

15. Zu kurzer Anlagehorizont [15:46]

Der Aktienmarkt ist kurzfristig betrachtet wie ein Casino. Die Wahrscheinlichkeit, Verluste zu machen, sinkt jedoch mit zunehmendem Anlagehorizont. Aktien-ETFs haben langfristig eine positive Renditeerwartung, von der man aber nur mit langen Anlagehorizonten von 10 oder besser 15 Jahren oder länger profitiert. Wenn der Anlagehorizont zu kurz ist, sollte man eher in Geldmarkt-ETFs oder auf das Tagesgeldkonto investieren.

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Date: 2/4/2026 Source: www.youtube.com
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